Sexologie

Sexologie

Warum Sexologie?

Wir glauben an die Wirksamkeit der sexologischen Beratung, weil wir sie selbst erlebt haben. Und alles, was man selbst erlebt hat, kann man viel besser und glaubwürdiger vermitteln. Und wir glauben, dass unsere ganz besondere Wahrnehmung es uns ermöglicht, ein tieferes Verständnis dessen zu erlangen, was Sie bewegt. Weil sich die erlebten Veränderungen so gut anfühlen, möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, selbst entsprechende Erfahrungen zu machen. Wir gehen gemeinsam mit Ihnen einfühlsam an den Kern Ihrer Themen und vermitteln Ihnen die Kenntnisse und Möglichkeiten, diese nachhaltig zu verändern – wenn Sie das wollen.

Wie funktioniert Sexologie?

Das Schaubild unten vermittelt einen Eindruck, wie sich einzelne Elemente unseres Seins wechselseitig beeinflussen. Wenn wir uns erschrecken (zum Beispiel durch einen kognitiven Prozess), verändern sich physiologische Prozesse, unsere Wahrnehmung und die Art und Weise, wie wir mit anderen Menschen umgehen. Werden unsere Sinnesempfindungen beeinflusst (beispielsweise durch eine Berührung), wirkt sich das unmittelbar auf unser Denken, Fühlen und die Beziehung zu anderen aus.

Und genau auf der Basis dieser gegenseitigen Beeinflussung können über gezielte Körperübungen unsere Wahrnehmung, Beziehungen und Kognitionen positiv beeinflusst werden. Das eröffnet den Raum für Veränderung. Sexologie ist sehr eng mit Embodiment verwandt.

Warum gibt es dieses Fach?

Es gibt eine ganze Reihe von Fachgebieten, die in irgendeiner Form mit Sexualität zu tun haben. Das sind unter anderem Medizin, Psychologie, Recht, Soziologie und Anthropologie. Alle diese Fachgebiete betrachten einen spezifischen, relativ eingeengten Bereich der Sexualität. Die Medizin beschränkt sich zumeist auf die rein körperliche Funktion bzw. „Nicht-Funktion“, die Psychologie betrachtet ausschließlich die kognitiven Aspekte (abgesehen von Körperpsychologie) und entsprechende Einschränkungen existieren in allen weiteren, die Sexualität betreffenden Wissenschaften. Und in vielen Wissenschaften ist die Sexualität der „Schmuddelkind“, die ungeliebte Nische.

Was ist eigentlich Sexologie?

Die Sexologie versteht sich als transdisziplinäre Wissenschaft. Das heißt, sie bringt alle Aspekte der Sexualität unter einen Hut (nämlich die Sexualwissenschaft). Darüber hinaus integriert sie einen körperorientierten Behandlungsansatz für sexuelle Gesundheit, den Sexocorporel.

In der Sexologie werden nicht die Defizite in den Vordergrund gestellt, sondern die Ressourcen. Das heißt, wir schauen erst einmal darauf, was Sie alles mitbringen, was Sie bereits können, um auf diesen Ressourcen aufzubauen, anstatt zu pathologisieren. Wir bekämpfen keine Krankheit, sondern unterstützen Sie dabei, Ihre (sexuelle) Gesundheit zu fördern und Ihre Fähigkeiten zu erweitern.

Sexocorporel

Der Approche Sexocorporelle – oder kurz „Sexocorporel“ – ist unter anderem verwandt mit Embodiement und bezieht alle Bereiche des sexuellen Erlebens mit ein: das Denken, den Körper, die (sexuellen und Liebes-)Beziehungen sowie die Wahrnehmung.

Und so, wie sich Stress und Glaubenssätze körperlich manifestieren können (z.B. durch Verkrampfung, Verspannung und Schmerzen bis hin zu psychosomatischen Beschwerden), ist es umgekehrt möglich, durch gezielte Bewegungsübungen die kognitiven sowie Beziehungs- und Wahrnehmungskomponenten zu beeinflussen.

Das Modell Sexocorporel

kann man sich wie ein dreidimensionales Mobilé vorstellen, in dem die vier Komponenten Geist, Körper, Wahrnehmung und Beziehung auf den Ecken eines Tetraeders sitzen. Alle Komponenten sind wie durch Gummibänder miteinander verbunden.

Auch wenn das Bild etwas platt ist, weil es menschliche Bestandteile in ein räumliches, eher mathematisches Modell überträgt, so ist diese Vorstellung doch als Bild hilfreich für das Verständnis der Wechselwirkung zwischen den einzelnen Komponenten. Verändere ich eine Komponente, beeinflusse ich damit automatisch die übrigen Komponenten. Zum Beispiel kann man durch tiefe Atmung die Spannung im Körper positiv beeinflussen.

Sexuelle Gesundheit

So, wie die körperliche und geistige Gesundheit grundlegendes Menschenrecht ist bzw. sein sollte, gibt es auch den Begriff der sexuellen Gesundheit. Eigentlich sollte man meinen, dass die Sexualität als integraler Bestandteil des Körpers und des Geistes durch die Grundrechte auf körperliche und geistige Unversehrtheit abgedeckt ist. Leider ist dies in vielen Gesellschaften und Gruppierungen nicht der Fall. Deshalb wurde die sexuelle Gesundheit an sich noch einmal gesondert definiert.

Definition durch die WHO

Die WHO hat 1975 eine umfassende Definition festgelegt, in der sexuelle Gesundheit nicht alleine die Abwesenheit von Krankheit bedeutet, sondern vielmehr die „Integration somatischer, emotionaler, intellektueller und sozialer Aspekte sexuellen Seins auf eine Weise, die positiv bereichert und Persönlichkeit, Kommunikation und Liebe stärkt. Grundlegend für dieses Konzept sind das Recht auf sexuelle Information und das Recht auf Lust.“. So, wie es ein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gibt, sollte auch das Recht auf sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung ein unbedingtes Grundrecht sein.

Darüber hinaus hat die World Association for Sexual Health (WAS) im Jahr 2010 den 04. September zum „Welttag der sexuellen Gesundheit“ erklärt.

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten…

Wie fühlen Sie sich mit Ihrer Sexualität? Ist sie lustvoll, befriedigend, bereichernd, erfüllend? Genießen Sie Ihre Sexualität mit allen Sinnen? Fühlen Sie sich mit Ihrem Gegenüber verbunden, fühlen Sie sich geliebt, gesehen und wertgeschätzt? Haben Sie das Gefühl, dass Sie „satt“ werden?

Wenn Sie – aus welchen Gründen auch immer – mit Ihrer Sexualität unzufrieden sind, nehmen Sie gern Kontakt über das Formular oder e-mail an aj(at)du-und-ich-paartherapie.hamburg auf. Wir können dann gemeinsam auf Ihre Themen schauen, wie Sie (wieder) zu einem genussvollen und befriedigenden sexuellen Erleben finden. Weitere Informationen zur Bedeutung der Sexualität in Beziehungen finden Sie auch unter dem Menüpunkt Paar- und Sexualtherapie


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